Vision
Stellen Sie sich eine Welt vor, in der die Industrie, jede Fabrik und jedes Gebäude, so verschwenderisch und nützlich ist wie ein Kirschbaum in voller Blüte. Eine Welt, in der Gebäude - genau wie Bäume - Solarenergie verwenden, Nahrung und Sauerstoff produzieren, Lebensraum für andere Lebewesen bieten, Wasser und Luft reinigen und sich mit den Jahreszeiten verändern. Eine Welt ohne Umweltverschmutzung und Abfall, in der Produkte ausschließlich aus Materialien hergestellt werden, die für die Menschen und ihre Umgebung förderlich und von hohem Wert sind und daher in Kreisläufen geführt werden.
Eine Welt, in der die Menschen sich darüber freuen können, dass konsumfreudiges Verhalten für ihre Umwelt förderlich ist und dass die Einschränkungen und Bemühungen, die das gegenwärtige Vermeiden, Reduzieren und Sparen „der Umwelt zuliebe“ mit sich bringen, nur noch eine ferne Erinnerung sind. Das ist die Welt, die das Cradle to Cradle®-Designkonzept uns eröffnet.
Die Begriffe "Öko-Effizienz" und "Öko-Effektivität" werden häufig fälschli herweise synonym benutzt. Es gibt jedoch einen großen Unterschied: Im Gegensatz zur Minimierung der Stoffströme schlägt die Idee der Öko-Effektivität die Umwandlung von Produkten und der damit zusammenhängenden Materialströme vor, wodurch eine tragfähige Beziehung zwischen ökologischen Systemen und dem Wirtschaftswachstum möglich wird. Das Ziel besteht nicht darin, den Materialstrom "von der Wiege zur Bahre" zu verringern oder zu verzögern, sondern darin, zyklische Stoffwechselkreisläufe zu erzeugen, die eine naturnahe Produktionsweise ermöglichen und Materialien immer wieder neu nutzen.
Die Ansätze zur Öko-Effizienz berücksichtigen lediglich quantifizierende Parameter, welche Probleme beschreiben, die es zu minimieren gilt (z.B. Emissionen von Treibhausgasen), wohingegen der Ansatz der Öko-Effektivität auch qualifizierende Parameter einbezieht (z.B. das Einsetzen von Kohlendioxid als Nährstoff). Cradle to Cradle®-Design überträgt das Prinzip "Qualität vor Quantität" auf industrielle Systeme. Materialien und Materialflüsse werden so entworfen, dass sie für die Regeneration und Erhaltung ihrer biologischen und technischen Quellen förderlich sind. Dieser Ansatz befreit von der gegenwärtigen Verpflichtung, nachteilige Umweltauswirkungen vermindern oder verlangsamen zu müssen. So wird eine Loslösung von der gegenwärtigen Kultur des Schuldbewusstseins möglich.

News
01.09.2010
Cradle to Cradle® heute Abend im NDR Fernsehen weiter lesen
30.08.2010
Prof. Michael Braungart ist für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominier weiter lesen
12.08.2010
Cradle to Cradle® ist Thema im "Europamagazin" in der ARD weiter lesen
Events
02.09.2010
Prof. Braungart spricht an der "Hogeschool" in Holland, University for Applied Sciences in Delft/NL weiter lesen
03.09.2010
Prof. Braungart hält eine Rede an der ETH Zürich, im Bereich Forschen und Bauen weiter lesen
08.09.2010
Prof. Braungart hält eine Rede in Zuge des "White Ladies Programme" weiter lesen
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